In Hamburg startet jetzt ein einzigartiges neues Kultur- und Erziehungsprojekt: die erste bilinguale Kindertagesstätte, in der Kinder zwischen zwölf Monaten und sechseinhalb Jahren von morgens bis abends Deutsch und Spanisch lernen können, betreut von Muttersprachlern. Spanischsprachige Konsuln sind von dem Vorhaben begeistert: “Eine wunderbare Sache, das ist der beste Beitrag für Völkerverständigung”, sagt Hortencia Rocabado, Honorargeneralkonsulin von Bolivien, dem Abendblatt. Und ihre Generalkonsuls-Kollegin Maria Teresa Merino de Hart aus Peru ergänzt: “Es ist sehr wichtig, dass Kinder schon früher an eine andere Kultur herangeführt werden, so wachsen sie natürlich damit auf.”

Die 39 Jahre alte Diplom-Pädagogin Lorelly Bustos Cordoba aus Costa Rica hatte die Idee. “Cocori” heißt die neue Tagesstätte, benannt nach einem Kinderbuch aus Costa Rica. Sie hat selbst zwei Kinder, ist mit einem deutschen Ingenieur verheiratet. Bisher gibt es zwar einige deutsch-spanischsprachige Einrichtungen für Kinder, aber nicht als Ganztages-Kinderstätte und für diese Altersgruppen. “Ich wollte etwas mit Kindern tun”, sagt Lorelly Bustos, die ihre Diplom-Arbeit in Hamburg über Kindergärten schrieb. “Für Kinder ist es wichtig, dass sie früh eine andere Sprache lernen, es fällt ihnen noch leichter”, sagt die Kita-Chefin. “Früh die zweite Welt-Sprache zu lernen, verbessert später auch die Berufsperspektiven.” 30 Plätze wird sie vom 2. Oktober an in der Bundesstraße 25 anbieten – auch für “Gast-Kinder”, deren Eltern nur tageweise einen Platz buchen möchten. Auskunft: www.kita-cocori.de Tel./Fax-Nr. 44 80 99 54.

neh

erschienen am 29. August 2006

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